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Entschädigungsberechtigte Personen

Anspruch auf Erwerbsausfallentschädigungen (EO) haben dienstleistende Personen, die in der Schweiz oder im Ausland wohnen,

  • für jeden besoldeten Diensttag in der schweizerischen Armee, im Zivilschutz
    und im Rotkreuzdienst;
  • für jeden anrechenbaren Diensttag im Zivildienst;
  • für jeden Kurstag bei eidgenössischen oder kantonalen  
    Kaderbildungskursen von Jugend und Sport;
  • für jeden Kurstag in Jungschützenleiterkursen, für den sie den Funktionssold
    erhalten.

Die Anspruchsberechtigung endet jedoch mit dem Erreichen des ordentlichen Rentenalters bzw. dem Bezug einer Altersrente (Vorbezug).

Entschädigungsarten

Eine Grundentschädigung erhalten alle dienstleistenden Personen, und zwar unabhängig von ihrem Zivilstand und der Ausübung einer
Erwerbstätigkeit.

Geltendmachung der EO

Dienstleistende Personen erhalten von ihrer Rechnungsführerin oder ihrem Rechnungsführer für jeden Dienst eine EO-Anmeldung über die geleisteten Dienst- bzw. Kurstage. Auf dieser machen sie die verlangten Angaben über ihre persönlichen Verhältnisse und leiten sie weiter an:

  • die Arbeitgebenden, wenn sie Arbeitnehmende oder Lehrlinge sind.
    Bei mehreren Arbeitgebenden leitet man die EO-Anmeldung an eine
    Arbeitgeberin bzw. einen Arbeitgeber nach eigener Wahl weiter.
    Von den übrigen Arbeitgebenden verlangt man die entsprechenden Lohn-
    bescheinigungen. Das Original des Anmeldeformulars ist zusammen
    mit allen Lohnbescheinigungen an die AHV-Ausgleichskasse einer
    Arbeitgeberin bzw. eines Arbeitgebers weiterzuleiten;
  • ihre AHV-Ausgleichskasse, wenn sie selbständig erwerbend sind;
  • ihre AHV-Ausgleichskasse, wenn sie gleichzeitig Arbeitnehmende/r und
    selbständig erwerbend sind. Von der Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber
    ist eine Lohnbescheinigung einzuverlangen;
  • die letzte Arbeitgeberin bzw. den letzten Arbeitgeber, wenn sie arbeitslos
    sind. Wenn die letzte Arbeitgeberfirma nicht mehr existiert, ist die
    Meldekarte an die kantonale AHV-Ausgleichskasse des Wohnsitzkantons
    unter Angabe der letzten Arbeitgeberin bzw. des letzten Arbeitgebers
    weiterzuleiten;
  • die letzte Arbeitgeberin bzw. den letzten Arbeitgeber, wenn sie während
    des Studiums erwerbstätig sind (Werkstudentinnen und -studenten);
  • die kantonale AHV-Ausgleichskasse bzw. ihre Zweigstelle am Domizil
    der Lehranstalt, wenn sie nichterwerbstätige Studierende sind;
  • ihre AHV-Ausgleichskasse, wenn sie als Nichterwerbstätige AHV-beitragspflichtig sind;
  • die kantonale AHV-Ausgleichskasse bzw. die Zweigstelle an ihrem
    Wohnort, wenn sie nicht erwerbstätig und nicht AHV-beitragspflichtig
    sind;
  • die Schweizerische AHV-Ausgleichskasse, 1211 Genf 2, wenn sie
    Auslandschweizerinnen oder -schweizer sind.

Ohne Original-Anmeldung wird keine Entschädigung ausgerichtet.

Der Anspruch auf EO erlischt mit dem Ablauf von 5 Jahren seit Beendigung des Dienstes.

Auszahlung der EO

Die Entschädigung wird grundsätzlich direkt den dienstleistenden Personen ausbezahlt. Richten ihnen jedoch die Arbeitgebenden
für die Zeit des Dienstes Lohn aus, steht die Entschädigung den Arbeitgebenden zu, soweit sie die Lohnzahlung nicht übersteigt.

Die Auszahlung der Entschädigung bei Dienstleistungen unter einem Monat erfolgt in der Regel nach Beendigung des Dienstes;
bei länger dauernden Dienstleistungen erstmals nach 10 Tagen und danach monatlich. Benötigen dienstleistende Personen oder ihre Angehörigen die Entschädigung für die Bestreitung des Lebensunterhaltes in kürzeren Zeitabständen, können sie die Auszahlung nach jeweils 10 Tagen verlangen.

 

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